In Großbritannien glaubte man jahrelang an eine heilende Wirkung der Berührung des Königs oder der Königin, der nachgesagt wurde, die Lympherkrankung Skrofulose kurieren zu können. Heute zeigen wir Ihnen in diesem Kontext ein besonders anschauliches Stück der numismatischen Medizingeschichte: Ein gelochtes sog. Touch Piece, dass man um den Hals trug, um Krankheiten abzuwenden – ähnlich wie wir dieser Tage eine Maske tragen.
Das Stück wurde um 1707 unter der britischen Königen Anne geprägt und befindet sich heute im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart.
Es zeigt sehr gut, welche Bedeutung Münzen zufallen konnte, wenn es darum ging, gesund zu bleiben und Krankheiten vorzubeugen.
Inmitten des pandemischen Erleben starten wir unsere neue Serie „Mit Abstand näher betrachtet: Münzen, Medaillen und die Medizin“ und stellen Ihnen jede Woche ein Objekt unserer Kooperationspartner vor, das verschiedene Phänomene der numismatischen Medizingeschichte beleuchtet.
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